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Wohnraumförderung als Daseinsvorsorge

INFO neu

Auch im Jahr 2017 gibt es wieder einkommensabhängige Fördermöglichkeiten für den Neubau und den Kauf, aber auch die Änderung und Erweiterung von selbstgenutzten Eigenheimen und Eigentumswohnungen. Darauf weist Bernd Nelkel vom Fachbereich Bauen / Wohnraumförderung beim Landratsamt Hof hin. Im Jahr 2016 wurde ein Gesamtbetrag von über 2 Millionen Euro an Wohnraumförderungsmitteln im Landkreis Hof ausgereicht. Da sich nicht alle Menschen aus eigener Kraft ein angemessenes und familiengerechtes Wohnumfeld sichern können, unterstützt der Freistaat Bayern die bau- bzw. kaufwilligen Bürger auf vielfältige Weise. Zielgruppen sind insbesondere Haushalte mit mittleren Einkommen, Haushalte mit Kindern, Alleinerziehende, Schwangere, ältere Menschen, behinderte Menschen, Wohnungslose oder sonstige hilfebedürftige Personen. Personen, deren Jahreseinkommen einschließlich aller zum Haushalt zählender Angehöriger eine bestimmte Einkommensgrenze nicht überschreitet, können im Bayerischen Wohnungsbauprogramm und/oder im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm für den Bau, den Kauf oder die Erweiterung eines Hauses oder einer Eigentumswohnung Förderdarlehen erhalten.

 

Im Bayerischen Wohnungsbauprogramm beträgt das Darlehen höchstens 30 Prozent der Gesamtkosten/des Kaufpreises beim Neubau oder Ersterwerb und höchstens 40 Prozent beim Zweiterwerb. Die Bewilligungsstelle setzt das Darlehen in der Höhe fest, die notwendig ist, um eine auf Dauer tragbare Belastung zu erreichen. Das Darlehen ist 15 Jahre lang lediglich mit 0,5 Prozent p. a. zu verzinsen. Haushalte mit Kindern erhalten für jedes Kind im Sinn des § 32 Einkommensteuergesetz einen Zuschuss von 2.500 Euro.

 

Im Bayerischen Zinsverbilligungsprogramm wird ein zinsverbilligtes Kapitalmarktdarlehen in Höhe von maximal einem Drittel der Gesamtkosten bewilligt. Die Zinsverbilligung wird für die Dauer von 10 oder 15 Jahren gewährt. Der Zinssatz liegt bei diesem Programm durchschnittlich um 0,5 bis 1 Prozentpunkte niedriger als der Kapitalmarktzins.

 

Beide Darlehen können einzeln, aber auch in Kombination, nach vorangegangerer Beratung beantragt werden. Auch die Darlehen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau), mit Ausnahme des KfW-Wohneigentumsprogramms, Programmnummer 124, können zusätzlich in die Finanzierung eingebaut werden. Zu nennen sind hier insbesondere die Programme der KfW für die energetische Sanierung mit der Programmnummer 151, 152 oder 430.

 

Menschen mit Behinderung können für eine aufgrund ihrer Erkrankung notwendige Wohnraumanpassung unter bestimmten Voraussetzungen ein leistungsfreies Darlehen (im Ergebnis Zuschuss) bis zu 10.000 Euro erhalten. Dies können z. B. ein Umbau einer Wohnung, der Einbau behindertengerechter sanitärer Anlagen oder Anlagen, welche die Folgen einer Behinderung oder Erkrankung mildern (zum Beispiel ein Treppenlift), sein.

 

Auf die Gewährung der Fördermittel besteht kein Rechtsanspruch.

 

Nicht gefördert wird Wohnraum, wenn vor Bewilligung der Fördermittel mit Baumaßnahmen bereits begonnen oder ein Kaufvertrag geschlossen wurde.

 

Eine kostenfreie Fördermittelberatung sowie die Antragsunterlagen für einen Antrag erhalten Sie in der Wohnraumförderungsstelle des Landratsamtes Hof. Ihr Ansprechpartner ist Bernd Nelkel (Telefon 09281/57-382). Eine vorherige Terminvereinbarung ist erforderlich.

 

 

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